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Einsteiger-Guide: Rechner absichern
Autor: admin(c) | gelesen: 12584 | Kommentare:

Ob Internet-Betrüger, China-Mafia oder die NSA - Gefahren für einen Desktop-PC lauern heute überall. Doch noch immer ist vielen Anwendern nicht klar, wie sie sich und ihren PC am besten schützen sollen. Die folgende Anleitung zeigt einige leicht umsetzbare Maßnahmen, die für einen rudimentären Schutz sorgen.

Der Maßnahmenkatalog ist aber keineswegs vollständig und Sie sollten sich nicht blind darauf verlassen; es kann immer wieder Hintertüren geben und eine der besten Schutzmaßnahmen ist immer noch der gesunde Menschenverstand (Keine E-Mail-Anhänge von unbekannten Absendern öffnen etc.)

1. Updates

Die wohl wichtigste Maßnahme, um den PC abzusichern, ist es, diesen aktuell zu halten. Vor allem die monatlich erscheinenden Updates fürs Betriebssystem sollten Sie in jedem Fall einspielen. In der Regel ist Windows so eingestellt, dass das automatisch geschieht. Sie können das Updateverhalten aber auch mit einer Suche im Startmenü nach "Updates" oder unter Systemsteuerung - System und Sicherheit - Windows Update kontrollieren. Stellen Sie dort unter "Einstellungen ändern" am besten "Updates automatisch installieren (empfohlen)" ein.

Windows Update

Windows ist aber nur ein Teil des Sicherheitssystems. Genauso wichtig ist es, das Internetprogramm (den Browser) sowie Office-Programme aktuell zu halten. Ein häufig genutztes Einfallstor für Viren, Trojaner und andere Schädlinge sind auch PDF-Dateien. Adobe bietet seit einiger Zeit ein - leider recht nerviges - Update-Programm an, das die installierte Software regelmäßig und automatisch überprüft. Es wird automatisch bei der Installation des PDF-Readers aktiviert.

2. Virenscanner

Ein Virenscanner ist Pflicht! Auch wenn die Erkennungsraten nicht immer befriedigend sind, so ist ein Rechner ohne Schutzprogramm ein unberechenbares Risiko! Wer nicht allzu geübt im Umgang mit dem Rechner ist, sollte am besten auch ein Internet-Schutzprogramm mit installieren; eine solche Software bietet Schutz vor gefährlichen Seiten im Internet und macht auf potenziell unsichere Webseiten aufmerksam. Wer nicht weiß, welchem Antiviren-Hersteller er vertrauen soll, findet etwa bei Netzsieger eine umfangreiche Übersicht, die auch noch einige Hintergrundinformationen bereitenthält. Von vielen Programmen gibt es zudem einen kostenlosen Ableger.

Natürlich muss auch die Antivirensoftware aktuell sein; im Gegensatz zu Betriebssystem und Programmen erscheinen Updates hier nicht monatlich, sondern täglich! Die Schutzprogramme sind ab Werk so eingestellt, dass diese regelmäßig neue Updates herunterladen. Deaktivieren Sie einen solchen Schutz nicht!

3. Firewall

Wer einen Router hat (das ist das meist graue oder weiße Kästchen, das Zugangsanbieter wie 1&1 oder T-Online bei der Bestellung mitliefern), sollte sich eigentlich keine Sorgen machen müssen - das Gerät enthält bereits eine Firewall und blockt eingehende Anfragen automatisch - so die Theorie.

Kritisch wird es, wenn der Hersteller geschlampt hat. Und das passiert häufiger als man denkt. Ob generische Passwörter, schlichte Fehler oder vergessene Hintertüren; hat man einen solchen Router in der Wohnung stehen, ist es für entsprechend ausgestattete Organisationen ein Leichtes, das Netzwerk und die angeschlossenen Rechner zu kapern.

Daher gilt auch hier: Prüfen Sie von Zeit zu Zeit - mindestens aber einmal im Quartal - ob es neue Updates gibt, die in Form aktualisierter "Firmwares" (damit ist schlicht das Betriebsprogramm des Gerätes gemeint) zur Verfügung stehen. Die Aktualisierung selbst ist meist sehr einfach. Bei manchen Modellen wird einfach eine Datei doppelt angeklickt, bei anderen startet man das Update über den Webbrowser.

Bei der Fritzbox finden Sie die Aktualisierungsfunktion unter "System" - "Update"

4. Und sonst?

Die hier vorgestellten Sicherheitmaßnahmen sind nur die nötigsten, ohne die es gar nicht geht. Hinzu kommen viele weitere Lücken und Türen, die es geschlossen zu halten gibt. Grundsätzlich hilft ein gesundes Maß an Skepsis: Das kostenlose (meist gehackte) Programm von der .tk-Seite ist vielleicht doch nicht die Ersparnis von ein paar Euro wert und Mailanhänge in Form einer Zip-Datei versendet heute kaum noch jemand (die PDF-Datei oder das Bild wäre kaum größer ...)

Wenn es dann doch einmal passiert ist, und der Rechner infiziert wurde, bewahren Sie vor allem Ruhe! Manchmal haben es Betrüger nur auf Provisionsgeschäfte abgesehen und lassen die Kontodaten in Ruhe. Sie können dabei umso entspannter bleiben, je aktueller Ihr Backup ist.  


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